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Inhaltsverzeichnis:

Vorsitzende des SV Teutonia Stapelmoor e.V.

Geschichtliche Entwicklung

Fünfziger Jahre

Sechziger und siebziger Jahre

Achtziger und neunziger Jahre

Chronologische Auflistung >>Höhen/Tiefen<< ab 1946

 

1. Vorsitzender des Vereins

1946

Walter Hadel

Lehrer an der Hauptschule in

Stapelmoorerheide

 

 

Nachfolgende Vereinsvorsitzende

1947 - 1950 Theo Stöhr 1950 - 1952 Wilmko Markus
1952 - 1953 Wander Wanders 1953 - 1957 Johann Gerdes
1957 - 1960 Bernhard Fokken 1960 - 1971 Jürgen Oltmanns
1971 - 1975 Bruno Diepen

1975 - 1981 Peter Woltermann

1981 - 1988 Johannes van Essen  seit 1988 Egge Mansholt

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Die Vereinsgründung 1946 und die ersten Jahre

In der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg gab es eigentlich wichtigere Dinge als den Sport. Das Wirtschaftswunder der fünfziger und sechziger Jahre war nocht nicht in Sicht und auch der Sport hatte weder wirtschaftlich noch politisch die Bedeutung, die ihm in den späteren Jahrzehnten zukommen sollte.Trotzdem war in der Jugend der Wunsch nach sportlicher Betätigung (Fußballspielen) vorhanden, und es gab Leute, die erkannten, daß gerade in dieser Zeit eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung von Nöten war.

Herbert Ailts, Sohn des Inhabers eines Manufakturgeschäftes in Stapelmoor, war im Oberrheiderland der Motor der Entwicklung zu einem Fußballverein. Mit Spielern aus Stapelmoor und Wymeer bildete er schon im Sommer 1945 eine Mannschaft und organisierte die ersten Fußballspiele z.B. gegen Union Weener. Die britische Besatzungsmacht forderte den Aufbau von Sportvereinen unter entnazifizierter Führung und unterband deshalb im Winter 1945/46 den weiteren >wilden< Spielbetrieb. Im Mai 1946 kam es nach einem Entscheidungsspiel zwischen den beiden Spielergruppen aus Weener und Stapelmoor, das von Stapelmoor gewonnen wurde, zum Zusammenschluß der beteiligten Spieler und zur Vereinsgründung im Lindenhof.

Da für den Vereinsvorstand nur entnazifizierte Personen in Frage kamen, suchte man eine geeignete Person für den Posten des neuen Vorsitzenden. Lehrer Walter Hadel (siehe Bild oben) von der Volksschule in Stapelmoorerheide, er wohnte im Hause von Schlenkermann, stellte sich zur Verfügung und wurde zum ersten Vereinsvorsitzenden gewählt. Den Schriftverkehr mit der Besatzungsmacht bezüglich der Entnazifizierung erledigte Hermann Markus. Die Namensgebung des neuen Sportvereins geht auf Wilhelm Santjer zurück. Er war Soldat in Hamburg gewesen und hatte durch einen Kollegen Kontakt zu einem Sportverein namens Teutonia (Billstdt?) gehabt. Bei der Wahl des Vereinsnamens schlug Santjer den Namen Teutonia vor, daneben stand noch der Name >Stern< zur Debatte. Da aber bereits in der Nähe der Fußballverein Stern Völlenerfehn existierte, einigte man sich auf Teutonia Stapelmoor. In der Anlehnung an den Hamburger Fußballverein wurden auch die Vereinsfarben Grün-Weiß gewählt. Den ersten Vorstand des SV Teutonia bildeten der 1. Vorsitzende Walter Hadel, der 2. Vorsitzende Heinrich Siemens, der Kassenwart Hans Diekhoff, der Schriftführer Alfons Ostrzecha, der Hauptsportwart Wilhelm Santjer und der Jugendwart Herbert Ailts.

In der Bevölkerung war nur wenig Akzeptanz und kaum Unterstützung für die Fußballer vorhanden. So gab es häufig Ärger mit den Bauern, die weiterhin den Sportplatz für ihre Zwecke beanspruchten. Finanzielle Mittel hatte der Verein nicht, deshalb durften die für den Spielbetrieb notwendigen Sportgeräte möglichst kein Geld kosten. Auf Grund dessen verlief auch bei der Beschaffung der Torpfosten in Kempes Gehölz nicht alles reibungslos. Stapelmoorer Jugendliche wurden beim Abtransport des Holzes von Zöllnern überrascht und mußten ihre Beute für eine Weile verstecken. Erst später, als Gras über die Sache gewachsen war, konnten aus den Hölzern Tore gezimmert werden. Ein Rugbyball, den man von den Engländern erobert hatte, diente anfangs als Fußball. Der Lederball, den die Volksschule in Stapelmoor besaß, war heiß begehrt; doch Lehrer Ailts lieh den Ball nur ungern an die Spieler aus, weil die Rückgabe meistens von ihm angemahnt werden mußte. Auch bei der Sportbekleidung war in den Nachkriegsjahren großer Mangel, so gingen viele Spieler in Straßenschuhen auf den Platz, denn Fußballschuhe waren kaum vorhanden.

 

Erste Punktspiele trug Teutonia (Bild rechts Collinghorst-Stapelmoor, Foto v. 1947)in der Saison 1946/47 aus. Aufgestellt wurden zwei Herren- und eine Jugendmannschaft. Gegner im Rheiderland waren zu der Zeit Bunde, Weener und Ditzum. Möhlenwarf gründete erst 1948 einen Sportverein. Trotz aller Hemmnisse gedieh der neue Verein, bereits in der zweiten Saison gelang Stapelmoor der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Der Verein zählte in den Anfangsjahren 1947/48 mehr als 500 Mitglieder. Diese erstaunlich hohe Zahl erreichte man damals nicht nur durch den Sport alleine. Viele traten dem Sportverein bei, um an den zweimal im Monat stattfindenden Tanzveranstaltungen, die nur für Vereinsmitglieder reserviert waren, teilnehmen zu können. So war der SV Teutonia im Oberrheiderland ein Zentrum des gesellschaftlichen Lebens.

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Die fünfziger Jahre

 

Fußball 1. Herren 1953/54:

Stehend v.li.n.re:

Peter Zwede, Alfred Santjer, Hinrich Trey, Bernhard Trey, Albrecht Jürjens.

Vordere Reihe:

Hinrich Coordes, Freerk Röskens, Johann Schmidt, Theodor Kramer, Fred Ahrends, Hinrich Meints.

Für die Saison 1950/51 fertigte Schuster Wanders auf Vereinskosten einen Satz neuer Fußballschuhe. Diese wurden nicht nur von einer Mannschaft benutzt, sondern unter den Spielern des Vereins ausgeliehen. Knapp waren auch die selbstangefertigten und grün eingefärbten Trikots, so daß die 1. Herren häufig in den durchgeschwitzten Hemden der 2. Herren antreten mußten.

Von 1949-1957 hatte Werner Baumann den Posten des Sportwartes inne und war unter anderem auch für die Mannschaftsaufstellungen verantwortlich. Training, wie heute üblich, gab es lange Jahre nicht. Viele Spieler arbeiteten ohnehin >>in der Fremde<< und standen nur am Sonntag für die Punktspiele zur Verfügung.

Ab 1952 versuchte man die Finanzierung des Sportbetriebes durch Preisschießen, Zeltfeste, Spenden und Zuschauereinnahmen zu verbessern, so daß man es sich leisten konnte, zu den entfernten Auswärtsspielen einen Bus einzusetzen. Das Interesse der Bevölkerung am Fußball und am Verein wuchs im Laufe der Zeit. Gefördert wurde diese Entwicklung auch durch den großen Erfolg der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft 1954 in der Schweiz.

Da man sich in den Nachbargemeinden nun ebenfalls mit einem Sportverein identifizieren wollte, blieb Teutonia in den fünfziger Jahren nicht der einzige Verein im Oberrheiderland. Doch obwohl 1958 der TuS Holthusen (später noch der SV Wymeer/Boen und der Heidjer SV) entstand, gedieh Teutonia weiterhin und konnte in der Saison 1958/59 drei Herren- und drei Jugendmannschaften (Knaben, Schüler, Jugend) für den Spielbetrieb melden.Sportlich tat sich die A-Jugendmannschaft hervor.Sie wurde 1957/58 Meister in der Kreisklasse mit dem Aufstieg in die Kreisliga.

 

Sportlich tat sich die A-Jugendmannschaft (siehe Bild rechts) hervor. Sie wurde 1957/58 Meister in der Kreisklasse mit dem Aufstieg in die Kreisliga.

 

Stehend von links: Jakob Koenen, Hermann Röskens, Betreuer Evert Hickmann, Ewald Heijen, Fritz Auen Vordere Reihe: Günter Siemers, Aeilt Rolfsema, Jan Heijen, Emmo Röskens, Gerd Haken, Jakobus Roelfsema. Es fehlt: Wulf Wiese

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Die sechziger und siebziger Jahre:

1962 wurde auf dem Sportgelände an der Heidjer Straße eine Holzbaracke, in der sich Spieler umkleiden konnten, errichtet. Bis dahin geschah alles im Freien oder im Saal der Gaststätte Poppinga. Paul Ostrzecha war in dieser Zeit bis Mitte der siebziger Jahre mehr als ein Jahrzehnt eine >>treibende Kraft<< im Verein. Er war Geschäftsführer des Vereins, Jugendbetreuer und Trainer der 1.Herren und als Schiedsrichter aktiv.

Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte war 1966 der Umzug auf den neuen Sportplatz bzw. in die neue Turnhalle bei der Volksschule in Stapelmoor.

Jürgen Graalmann aus Dielerheide übernahm nach Werner Baumann die Aufgaben des Sportwartes und 1960 den Posten des 2. Vorsitzenden. Bei vielen Arbeitseinsätzen, besonders bei der Errichtung der Flutlichtanlage im Jahr 1973 auf dem neuen Sportgelände, war er tatkräftig für den Verein im Einsatz. Die Fußballer erlebten in den siebziger Jahren einen sportlichen Höhenflug mit dem Aufstieg der ersten und zweiten Herrenmannschaft

Die achtziger und neunziger Jahre

Sportlich lief es mit der 1. Herrenfußballmannschaft in den achtziger Jahren überhaupt nicht mehr rund. Nach einer Talfahrt bis in die 2. Kreisklasse sorgten die Fußballer 1987 wieder für positive Schlagzeilen. In den neunziger Jahren schaffte die 1. Herren sogar den Sprung in die neu reformierte Kreisliga Leer.

Ehrenmitglied:

Freerk Röskens

Freerk Röskens wurde 1991 auf der Jahreshauptversammlung für seine langjährige Vereinszugehörigkeit und für seinen unermüdlichen Einsatz zum bisher einzigen Ehrenmitglied des SV Teutonia ernannt.

 

1993 erhielt Teutonia vom Kreisjugendausschuß des NFV Leer für seine hervorragende Jugendarbeit die Sepp Herberger-Medaille. Durch diese gute Jugendarbeit sind in den letzten Jahrzehnten die Fundamente der heutigen erfolgreichen Fußballabteilung gelegt worden. Wir hoffen auch weiterhin auf die vielen fleißigen und ehrgeizigen ehrenamtlichen Betreuer, um unseren Sportverein eine gute und harmonische Fußballabteilung zu erhalten.

Die weitere Entwicklung der Fußballabteilung in den neunziger Jahren folgt!!!

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Chronologische Auflistung >>Höhen / Tiefen<< der

Fußballabteilung seit 1946

 

1946 Freundschaftsspiele u. Pokalturniere gegen umliegende Vereine
1947 Der offizielle Spielbetrieb mit zwei Herrenmannschaften und einer Knabenmannschaft aufgenommen
1947/48

1. Herren Meister 2. Kreisklasse und Aufstieg in die 1. Kreisklasse

1956/57 1.Herren Vizemeister in der 1. Kreisklasse
1957/58 A-Jugend Meister Kreisklasse und Aufstieg in die Kreisliga
1958/59 1. Platz der 1. Herren beim Pfingstpokalturnier in Bunde
1965/66 A-Jugendmeister in der Kreisliga
1965/66 D-Jugend wurde Meister in der Rheiderland-Staffel
1967/68 Spielbetrieb auf dem neuen Sportplatz in Stapelmoor aufgenommen
1972/73 1. Herren Aufstieg in die Kreisliga
1974/75 Gründung der Alte-Herren-Mannschaft
1975/76 A-Jugend Vizemeister in der 2. Kreisklasse
1976/77 A-Jugend Vizemeister in der 2. Kreisklasse; Aufstieg in die 1. Kreisklasse; 1. Herren Vizemeister in der Kreisliga und im Kreispokalspiel; 2. Herren Meister in der 2. Kreisklasse, Aufstieg in die Kreisklasse
1977/78 Abstieg der zweiten Herren aus der 2. Kreisklasse; Baubeginn des zweiten Sportplatzes
1978/79 B-Jugend Meister in der 1. Kreisklasse und Aufstieg in die Kreisliga; 3. Herren vom Spielbetrieb zurückgezogen
1979/80 Abstieg der 1. Herren in die 1. Kreisklasse; A-Jugend Vizemeister 2. Kreisklasse, Aufstieg in die 1. Kreisklasse
1980/81 Einweihung des zweiten Sportplatzes durch den Bürgermeister der Stadt Weener; A-Jugend Vizemeister in der 1. Kreisklasse, Aufstieg in die Kreisliga
1981/82 Abstieg der 2. Herren in die 3. Kreisklasse; 3. Herren Wiederaufnahme des Spielbetriebs
1982/83 2. Herren Vizemeister in der 3.Kreisklasse
1983/84 B-Jugend vom Spielbetrieb zurückgezogen; 2. Herren Vizemeister in der 3. Kreisklasse
1984/85 F-Jugend Staffelmeister und Vizekreismeister
1985/85 Abstieg der 1.Herren in die 2. Kreisklasse
1986/87 E-Jugend Staffelmeister und Kreispokalsieger; 1. Herren Meister und Kreismeister in der 2. Kreisklasse
1987/88 Zusammenschluß mit dem Heidjer SV und Gründung einer 4. Herren; 1. herren Vizemeister in der 1. Kreisklasse
1988/89 F-Jugend Vizemeister Rheiderland-Staffel; D-Jugend Meister Kreisliga; Renovierung der Flutlichtanlage; Trennung vom Heidjer SV und Auflösung der 4. Herren
1989/90 D-Jugend Vizemeister Kreisklasse und Aufstieg in die Kreisliga; C-Jugend Vizemeister Kreisliga; 1. Herren Vizemeister der 1. Kreisklasse mit Aufstiegsspiel (wurde gegen Uplengen mit 1:2 verloren); 2. Herren Meister und Kreismeister in der 3. Kreisklasse mit dem aufstieg in die 2. Kreisklasse
1990/91 Gründung einer Damenmannschaft; Gründung einer Alte-Herren Mannschaft; 1. Herren Vizemeister in der 1. Kreisklasse mit Aufstiegsspiel (wurde gegen Neufirrel mit 2:4 verloren)
1991/92 1. Herren Vizemeister in der 1. Kreisklasse mit Aufstiegsspiel ( wurde mit 1:2 gegen Westrhauderfehn verloren)
1993/93

SEPP-HERBERGER PREIS für die Jugendarbeit; B-Jugend Aufstieg in die Kreisliga; Damen Vizemeister und im Endspiel (gegen Wymeer verloren); 1. Herren Vizemeister in der 1. Kreisklasse mit dem Aufstieg in die alte Kreisliga (Aufstiegsspiel wurde mit 6:5 gegen Collinghorst gewonnen)

1994/95 E-Jugend 5er Staffelmeister; Damen im Kreispokalendspiel (gegen Nortmoor verloren); Aufstieg in die neu reformierte Kreisliga Leer
 1995/96 A-Jugend Vize-/Hallenkreismeister und Aufstieg in die Kreisliga
 
   
   
   
   

 

 

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