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Gründung der Boßelabteilung:

"S.V. Teutonia gründet eine Boßelabteilung", so las man am 12.9.1979 in der "Rheiderland-Zeitung". Mit    dieser Gründung wollte S.V. Teutonia das Angebot an Sport und Spiel nicht nur erweitern, sondern vor allem den ehemaligen Aktiven eine Möglichkeit bieten, sich weiterhin im Verein sportlich zu entfallten.

Als Gründer dieser neuen Abteilung ist hier Alfred Spekker (auf dem Foto in Aktion) zu nennen. Am Sonnabend, den 8. September 1979 wurde zu einem Boßelnachmittag eingeladen. Mit nur fünf erschienenen Interessenten war die Resonanz zunächst schwach.

Der zu diesem Nachmittag eingeladene Vorsitzende des Boßelvereins "Friesia Overledingerland", Ihrhove, Reinhard Tannen, führte die Anwesenden in den Boßelsport ein. Auf der ausgewählten Strecke vom Umspannwerk Diele über die Ost-West-Straße in Richtung Wymeer wurde das Werfen praktiziert. Alle waren begeistert von dieser Sportart. Als Reinhard Tannen dann noch die Geschichte und Entwicklung des alten Friesenspiels schilderte, bekräftigten alle den Willen, das Boßeln als Volks- und Heimatspiel fortan zu pflegen, zu erhalten und zu fördern.

Aller Anfang ist schwer! Das mußten auch die Stapelmoorer Boßler erkennen. Monatelang trafen man sich an jedem Samstag mit fünf bis zehn Aktiven. Geworfen wurde noch immer mit den von den Ihrhovern bereitgestellten Boßelkugeln. Aber das Boßeln machte allen immer mehr Spaß. Jeder entwickelte und verbesserte für sich seine Wurftechnik. Schon bald wurden die ersten Freundschaftswettkämpfe durchgeführt. Alfred Spekker machte durch intensive Öffentlichkeitsarbeit, Handzettelaktionen und Presseberichte auf die Boßler und Boßlerinnen in Stapelmoor aufmerksam.

Die Gruppe wuchs langsam und das allgemeine Interesse wurde immer größer. Der Wunsch am Punktspielbetrieb teilzunehmen wuchs stetig. Es wurden nun mehr Boßelkugeln benötigt; zu den 12er Pockholzkugeln wurden nun auch die 10,5 er Gummiboßel benötigt. Der Vorstand des S.V. Teutonia unterstützte die neue Abteilung intensiv und konnte sie dem Niedersächsischen Sportbund alsbald als neue Abteilung melden.

Im Jahre 1981 schloß sich die Abteilung dem Klootschießer- und Boßelkreisverband 13 Leer an, der damals mit seinen ca. 1200 Mitgliedern dem Friesischen Klootschießerverband angegliedert ist.

Im Herbst 1981 nahm dann die Boßelabteilung mit zwei Herrenmannschaften erstmalig am Punktspielbetrieb teil. Die erste Mannschaft startete in der 2. Kreisklasse; die 2. Mannschaft begann in der 3. Kreis-klasse. Aller Anfang ist schwer, die Mannschaften landeten auf den vierten bzw. letzten Tabellenplatz.

In der Saison 1982/83 konnten beide Mannschaften sich steigern; Stapelmoor I wurde Tabellenzweiter und Stapelmoor II belegte den dritten Platz.

Für die Saison 1983/84 wurde neben den Herrenmannschaften auch eine Frauenmannschaft gemeldet. Dies war ein großer Schritt nach vorne. Die Frauen belegten, wie auch die Hauptwerfer, den vierten Platz in der Tabelle.

An den vereinsinternen Meisterschaften nahmen mittlerweile schon über 30 Aktive der Boßelabteilung teil.

1984 konnten die Stapelmoorer bei den Kreiseinzelmeisterschaften ihren Alterswerfer Talkeus Janssen als Kreismeister feiern. Ein großer Erfolg für diese junge Abteilung.

Für den größten Vereinserfolg sorgte 1997 Arendine Markus

Bei den Kreiseinzelmeisterschaften 1997 in Hesel präsentierte   sich Arendine Markus in blendender Form.

Mit 1996 Metern in zwei Durchgängen belegte sie den ersten Platz und wurde     somit Kreismeisterin bei den  Frauen III (Holz) ; sie hatte   sich mit dieser Platzierung  automatisch für die Landeseinzelmeister-schaften qualifiziert.

Auch hier konnte sie sich erfolgreich durchsetzen. Sie wurde mit 10 Wurf und der Weite von 1281 Metern Landesmeisterin in ihrer Altersklasse

.Ein toller Erfolg für diese Stapelmoorer Werferin.

Durch die Erringung der Landesmeister schaft hatte sie sich wiederum für die nächsthöhere Aufgabe, der Meisterschaft des  Friesischen Klootschießerverbandes (FKV), qualifiziert.

Man darf sagen, daß die hier erreichte Platzierung wohl   die Krönung ihrer bisherigen Boßellaufbahn war.

Arendine Markus belegte hinter einer Werferin aus Oldenburg den zweiten Platz mit 1310 Metern. Mit dieser hervorragenden Leistung sorgte sie für den größten Einzelerfolg seit der Gründung der Boßelabteilung des S.V. Teutonia Stapelmoor.

 

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