Mannschaften
Rückblicke
Berichte

Die Geschichte der TT-Sparte des SV Teutonia

 

Die Anfänge
Mit dem Neubau der Schule 1964/65 in Stapelmoor erhielt die Gemeinde auch eine Turnhalle. Der Gemeinderat stiftete für die Ausstattung der Halle fünf Tischtennisplatten. Somit konnte der Sport nun auch in Stapelmoor betrieben werden und es bildete sich bald eine Freizeitgruppe, die den kleinen weißen Ball zu beherrschen versuchte. Diese „Feierabendtruppe“ löste sich aber leider bald wieder auf, so dass die neuen Platten ungenutzt in der Halle standen. Gestört von diesem Umstand schlug B. Fokken auf der Jahreshauptversammlung 1967 vor, doch eine Tischtennisabteilung in Leben zu rufen. Karl- Heinz Lotz, der damals als Fußballer anwesend war, bekundete sein Interesse an dieser Idee und wurde prompt zum Abteilungsleiter bestimmt. Diese Jahreshauptversammlung stellte somit die Geburtsstunde des Stapelmoorer Tischtennissports dar.


Auf eine Zeitungsanzeige hin, meldeten sich mehrere Interessierte, in Stapelmoor spielen zu wollen und somit konnte bereits 1968 eine Mannschaft für den Spielbetrieb gemeldet werden. Als besondere Daten dürften zwei Termine gelten. Am 13.09.1968 bestritten die Stapelmoorer das erste Punktspiel gegen den TV Bunde, welches mit 2:7 verloren ging und zwei Monate später, am 15.11.68 gab es mit einem 7:1 gegen Filsum II den ersten Sieg zu bejubeln. Am Saisonende stand immerhin ein 9. Platz unter 14 Teams, was für absolute Neulinge sicherlich einen großen Erfolg darstellte.


In der folgenden Saison konnte dann auch eine Jugendmannschaft für den Punktspielbetrieb gemeldet werden, so dass man spätestens dann behaupten konnte, dass sich die Tischtennisabteilung schnell im Verein etabliert hat.


Im Jahre 1972 konnte mit der Vizemeisterschaft in der Kreisklasse der erstmalige Aufstieg einer Stapelmoorer Mannschaft gefeiert werden. Im Laufe der nächsten Jahre nahm das Interesse am Tischtennis in Stapelmoor stetig zu. Mitte der siebziger Jahre konnte erstmals eine Mädchenmannschaft gemeldet werden und auch die Jungs blieben weiter am kleinen Ball. Trotz guter Leistungen gab es zwar keine weiteren Titel oder Aufstiege zu feiern, aber man merkte, wie allmählich die Abteilung wuchs und sich seinen Namen in der Region machte.

Die Abteilung wächst und wächst
Zu Beginn der achtziger Jahre konnte zum ersten Mal ein zweites Herrenteam und eine Damenmannschaft für den Spielbetrieb gemeldet werden. Zudem machte sich auch die gute Jugendarbeit in Stapelmoor durch Erfolge bemerkbar. Im Jahre 1982 wurden die Jugendlichen erstmals Meister in der Kreisliga. Drei Jahre später machten erstmals die Jugendlichen aufmerksam, die noch Jahre und teilweise bis heute zu den Leistungsträgern des Vereins gehören. Engelbert Markus,, Frank Wollmann, Markus Lotz und Manfred- Bernhard Klaaßen wurden 1985 Vizemeister und im Jahr darauf ohne Punktverlust Sieger ihrer Liga.
Überhaupt wuchs in dieser Zeit die Jugendabteilung des Vereins stetig an. Ab Mitte der Achtziger waren für einige Jahre immer vier bis teilweise sogar sieben Jugend-, Schüler-, Schülerinnen- oder Mädchenmannschaften im Einsatz. In diesen Jahren wurde eine Grundlage für unglaublich erfolgreiche Jahre gelegt.

Die goldenen Neunziger
Mit dem Beginn des neuen Jahrzehnts konnten die Stapelmoorer die Früchte ihrer hervorragenden Jugendarbeit ernten. Neben einer Vizemeisterschaft der Jugend, mit den späteren Spielern der ersten Herren, Hartmut Rieks und Thorsten Sanders, konnte 1991 auch die zweite Herren einen Vizemeistertitel feiern.


In den folgenden Jahren konnten vor allen Dingen die Mädchen und Schülerinnen einen Erfolg nach dem anderen bejubeln. Es gab mehrere Meisterschaften, Kreismeisterschaften und sogar einen Doppelsieg im Kreispokal zu verbuchen und zu der Zeit gehörten die Stapelmoorerinnen zu den besten Spielerinnen im gesamten Landkreis. Die Hälfte der Mädchen konnte auch über die Jugend gehalten werden, so dass sie auch im Damenbereich für Furore sorgen konnten. Hierzu mehr im Extrabericht.


Aber nicht nur die weibliche und männliche Jugend war in dieser Zeit erfolgreich. Auch im Herrenbereich wurde die richtige Mischung aus starken Eigengewächsen, „alten Hasen“ und ein paar Neuzugängen gefunden. Die erste Herren wurde 1992 Meister in der ersten Kreisklasse und stieg in die Kreisliga auf. In den folgenden Jahren konnte diese Truppe mehrere erste und zweite Plätze bei den Spielen um den Kreispokal folgen lassen und nahm dadurch mehrfach an den Bezirksmeisterschaften teil. Die zweite und dritte Herren ließen 1995 und `96 ebenfalls Meisterschaften folgen.


Im selben Jahr konnten die Stapelmoore über ihren Spieler Wilhelm Radsick Kontakt zu dem Verein seines Bruder, dem hessischen SKG Erfelden knüpfen. Seitdem findet alle zwei Jahre ein gegenseitiger Besuch dieser beiden Abteilungen statt. Ein weiteres Jahr später gelang der ersten Mannschaft mit der Vizemeisterschaft in der Kreisliga der Aufstieg in die 2. Bezirklasse und hiermit der wohl bis dato größte Erfolg in der Geschichte der Abteilung.


Zum 25-jährigen Jubiläum der Abteilung richtete die Tischtennisabteilung ein Turnier für Zweiermannschaften aus, bei dem sich die Gastgeber sehr gut platzieren konnten und eine Klasse sogar gewannen.


In den Jahren 1998 und `99 schaffte die zweite Mannschaft durch zwei Aufstiege der überragende Durchmarsch von der 1. Kreisklasse in die 1. Kreisliga. Als wäre das noch nicht genug, sicherte sich die Mannschaft noch zweimal den vom Verein seit Anfang der 90er initiierten Rheiderlandpokal und den Vizetitel im Kreispokal.


Neben all diesen Erfolgen im Seniorenbereich ließ allerdings die Beteiligung der Jugendlichen nach. Viele Spieler und Spielerinnen waren entweder in den Damen- und Herrenteams aktiv oder haben nach der Jugend oder kurze Zeit später mit dem Tischtennissport aufgehört. Die letzte Jugendmannschaft ging in der Saison 1999/2000 an den Start. Aus dieser Mannschaft sind mit Jann Karels und Arne Klußmann aber immerhin zwei heutige Akteure der ersten Herren übergeblieben.

Riesenerfolg, Abstieg und eine Krise
Kurz nach der Jahrtausendwende gab es mit der Saison 2001/02 die bisher erfolgreichste der Abteilung. Die Damen sicherten sich die Vizemeisterschaft der 2. Bezirksklasse, die zweite Herren wurde Meister der 1. Kreisklasse und als Krönung gelang der ersten Mannschaft der langersehnte Meistertitel der 2. Bezirksklasse samt Aufstieg.


In der 1. Bezirksklasse konnte die Mannschaft im folgenden Jahr den Klassenerhalt ohne große Schwierigkeiten meistern und war hiermit auf dem Höhepunkt ihres Erfolges angelangt. Die anderen Teams setzten die Titeljagd fort. Die dritte Herren ohne Punktverlust und die zweite Mannschaft konnten erneute Meisterschaften feiern und der Abteilungsgeschichte weitere Erfolge hinzufügen.


Vor der Saison 2003/04 verließen drei Spieler die erste Herren, so dass der Abstieg nicht zu vermeiden war. Nachdem vor der folgenden Saison auch noch Engelbert Markus den Verein verließ, wurde die Mannschaft sogar erwartungsgemäß bis in die Kreisliga duchgereicht. Der personell bedingte sportliche Misserfolg geriet allerdings zur Nebensache, weil die Zukunft der kompletten Abteilung plötzlich auf dem Spiel stand. Aufgrund unüberbrückbarer Differenzen gab Jan Klaaßen nach zwölf Jahren seinen Posten als Abteilungsleiter ab. Es wurde zwar für wenige Wochen ein Nachfolger gefunden, aber dieser hat aufgrund interner Probleme sein Amt wieder aufgegeben. Da andere Abteilungsmitglieder sich bereit erklärten, ihn in einigen Aufgaben zu entlasten, erklärte sich Klaaßen bereit, seinen Posten als Leiter der Stapelmoorer Tischtennisspieler wieder aufzunehmen. Hätte es diese Entscheidung nicht gegeben, wäre dies wohl das Ende der Abteilung gewesen. So aber ging es weiter.

Zurück zum Glück
Die Saison 2006/07 wird wohl allen noch lange in Erinnerung bleiben und es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich die Erfolge dieser Saison noch mal wiederholen lassen. Zur ersten Herren kehrten mit Engelbert Markus und Manfred- Bernhard Klaaßen zwei Stapelmoorer zum Verein zurück und zusammen mit Arne Klußmann, Peter Wolff, Jann Karels und Thorsten Sanders konnte sich die Truppe den Titel der Kreisliga sichern und nach vier Jahren Abstinenz zurück in die 2. Bezirksklasse führen. Zusätzlich ging auch der Kreispokal nach Stapelmoor und beim Bezirkspokal konnte erstmals die Finalrunde und Platz vier erreicht werden.


Die zweite Herren siegte in der Besetzung Jan Klaaßen, Thomas Koenen, Hinderk Baumann und Marion Siemens in der 2. Kreisklasse. Leider war der Aufstieg nicht möglich, da die Spieler für eine Sechsermannschaft nicht vorhanden waren.bAls Krönung sicherte sich auch die dritte Herren um Gerold Baumann, Bernhard Meyer, Hendrik Hamer, Johannes Hegemann, Stefan Lotz und Detlef Röskens den Meistertitel und stieg damit in die 3. Kreisklasse auf.Diese Saison war sogar dem „Niedersächsischen Tischtennismagazin“ einen Bericht wert

.
Seit der Saison ist auch wieder eine Jugendmannschaft für Stapelmoor am Start. Die vergangene Saison konnten die erste und dritte Mannschaft jeweils auf Platz drei abschließen. Die zweite Herren hingegen konnte den Titelgewinn in der zweiten Kreisklasse auf überzeugende Weise wiederholen und hofft auf Verstärkungen für den Aufstieg.

Damenmannschaft
Ein ganz besonderes Kapitel in der Abteilungsgeschichte des Abteilung ist die Damenmannschaft. In der Besetzung Frauke Fresemann, Friederike und Gerlinde Sanders, Marion Siemens, Silvia Siemens und Gabriele Scheer konnte die Mannschaft 1997 die Vizemeisterschaft und den Aufstieg in der Kreisklasse feiern. Zwei Jahre später gewann die Mannschaft ohne Gerlinde Sanders und S. Siemens, dafür aber mit Heike Janssen den nächsten Vizemeistertitel und packte den Aufstieg in die 2. Bezirksklasse Leer/ Emden. In dieser Saison triumphierte die Mannschaft zusätzlich im Kreispokal.


In den folgenden Jahren veränderte sich die Damenmannschaft erneut leicht und zu Fresemann, F. Sanders und M. Siemens stieß aus Jemgum Stella Brandstrup- Bornemann hinzu. Diese Truppe hielt die Klasse drei Jahre lang, obwohl phasenweise nur drei Spielerinnen zur Verfügung standen. Im Kreispokal konnten 2001 und 2003 zwei dritte Plätze erkämpfen. Der Höhepunkt der Mannschaft war der Aufstieg in die 1. Bezirksklasse Emden/ Leer im Jahr 2002 erneut als Vizemeisterinnen.


Aufgrund beruflicher Verpflichtungen löste sich die Damenmannschaft zum Ende der Saison 2003/ 2004 auf, aber Siemens ist heute noch in den Herrenmannschaften aktiv und lehrt die Herren das Fürchten. Auch die anderen Damen sind bei sämtlichen Aktivitäten der Abteilung dabei. Man kann festhalten: Diese Mädels haben uns echt Spaß gemacht. Danke dafür!